Das „Vienna Trips“-Programm erfreut sich seit 2021 ungebrochener Beliebtheit. Dabei lädt der Jewish Welcome Service Nachkommen von Holocaust-Überlebenden ein, um Wien auf den Spuren ihrer Vorfahren individuell zu erleben.
Im Juni 2026 war Eli aus Sydney in Wien. Bereits sein Vater Danny und Onkel Joel Hochberg haben am Gruppenprogramm des Jewish Welcome Service teilgenommen. Eli, der erst kürzlich die österreichische Staatsbürgerschaft angenommen hat, war zum ersten Mal in Wien, um sich mit seiner Familiengeschichte auseinanderzusetzen.

Foto: Eli Hochberg

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Seine Urgroßeltern Samuel und Frida Fischer lebten bis zu ihrer Deportation im 4. Wiener Gemeindebezirk. Sie wurden nach Theresienstadt deportiert und in Auschwitz ermordet. Ihre Töchter, Elis Großmutter Herta und Großtante Ilse überlebten Auschwitz und begannen nach ihrer Befreiung ein neues Leben in Australien wie Neuseeland. Eli konnte das Wohnhaus und das Apartment seiner Urgroßeltern in der Waaggasse besuchen. Ein „Stein der Erinnerung“ für die beiden, befindet sich seit einigen Jahren vor dem Haus. Neben der Spurensuche nach der Familiengeschichte waren aber auch das heutige und moderne Wien wie seine kulinarischen Höhepunkte Teil seines Wien-Besuchs.

Foto: Eli Hochberg

Die Vienna Trips sind ein Format, das 2021 anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Jewish Welcome Service, geschaffen wurde. Je nach finanzieller Möglichkeit des Jewish Welcome Service werden jährlich Packages für zwei Personen vergeben, die einen Kostenzuschuss für Flug und Aufenthalt umfassen. Zusätzlich gibt es Unterstützung bei Recherchen zur Familiengeschichte sowie Tipps zur Gestaltung des Wien-Aufenthalts. Dieser soll jeweils in einer Art „Wien-Tagebuch“ dokumentiert werden – u.a. mit Fotos und Videos für Social Media-Kanäle wie Instagram und Facebook.
Das Angebot, für das wegen der enormen Nachfrage derzeit keine Anmeldungen entgegen genommen werden, wird von WienTourismus unterstützt.

Foto: Eli Hochberg

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